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Gerade sprang mir eine Überschrift ins Auge:
E-Auto-Fahrerin kommt mit hohen Spritpreisen erstaunlich gut klar
Das stammt aus dem Postillon und ist natürlich Satire. Die fällt aber nicht vom Himmel sondern stimmt recht genau mit der Staatspropaganda überein. Also habe ich mir das ganze einmal angesehen:
Benziner: 7 l/100km * 2.4 €/l = 16.8 € / 100 km
Elektro: 20 kWh/100km * 0.7 €/kWh = 14 € / 100 km
Das ist nahezu identisch. Der angesetzte Strompreis liegt laut Google für Schnelladen an öffentlichen Säulen am unteren Ende. Ja, Laden über Nacht zu Hause ist billiger. Das liegt aber nicht am günstigeren Energiepreis sondern daran, daß der Treibstoff massiv weniger besteuert wird. Es ist reine Subvention. Für einen vergleichbaren Anteil am Straßenbau, Parkaum etc. müßte der Fahrstrom mit 20 Ct/kWh besteuert werden
.
Dazu bezahlen E-Auto-Fahrer ihr Auto nicht selbst, sondern bekamen bis 2023 aus meinen Steuern mehr geschenkt, als ich für mein Auto als Neupreis insgesamt bezahlt habe. Extrem teure Luxusautos werden überdies höher subventioniert als die Alltagsfahrzeuge, mit denen Facharbeiter zur Arbeit pendeln.
Das alles auf Wunsch der Parteien, die „sozial
“ im Namen und im Programm führen. Manche verbohrten Ideologen merken in ihrer Blase wirklich gar nichts mehr.
Hat es denn wenigstens den behaupteten Effekt?
Beim Laden im Winterhalbjahr gilt für die Emission (Quelle: Agora für den Strommix und Mehrverbrauch für die Heizung nicht enthalten):
20 kWh * 450 g/kWh = 9 kg CO2 / 100 km
7 l * .75 kg/l * 82 %Kohlenstoff * 44/12 = 16 kg CO2 / 100 km
Ja, das ist mehr. Es ist allerdings eine ganz besonders teure und ganz besonders ineffiziente Form der Emissionseinsparung. Das ganze hat nicht das geringste mit Umwelt- oder Klimaschutz zu tun, sondern allein mit Statussymbol, conspicuous consumption, und „Staatsknete abgreifen“.
Alles andere ist Heuchelei und jeder, der auf Unterstufenniveau rechnen kann, wird und muß es sehen.